Vergleich der Stromanbieter in Europa

Stromanbieter Preisvergleich in der Schweiz

Die Teilliberalisierung des Schweizer Strommarktes ermöglicht es bisher nur Großverbrauchern ab 100 MWh, den Stromanbieter frei zu wählen. Haushaltskunden sollen dann voraussichtlich ab 2015 ihren Versorger frei wählen können. Nach wie vor beliefern in der Schweiz die meisten Stromanbieter nur einzelne Gemeinden oder ein Kanton. Einige wenige Elektrizitätsunternehmen, die meist auch international im Stromgeschäft tätig sind, beliefern mehrere Regionen und Kantone der Schweiz. Auf diese Großanbieter greifen dann häufig auch große Industriekunden zurück, um Strom zu beziehen. Aufgrund mehrerer Standorte von Unternehmen kommen dann nur Anbieter infrage, die ihren Strom in mehreren Regionen der Schweiz vertreiben.

Ein Stromanbieter-Preisvergleich unterstützt Industriekunden dabei, für die Standorte ihres Unternehmens einen günstigen Stromtarif ausmachen zu können. In speziellen Fällen sind auch individuelle Angebote durch die Stromanbieter notwendig, um den Bedürfnissen der jeweiligen Unternehmen gerecht zu werden.

Strompreisentwicklung

Die Strompreise in der Schweiz liegen sowohl für Industriekunden als auch für Haushaltskunden im europäischen Mittel. Im Vergleich mit anderen Staaten Mittel- und Westeuropas sind die Preise der Schweiz jedoch als günstig einzustufen. Eine europäische Statistik zeigt, dass die Preise ca. 40 Prozent niedriger liegen. Zurückzuführen ist dieser niedrige Energiepreis in der Schweiz auf die günstige Produktion von Strom durch Wasserkraft. Während die meisten europäischen Nationen vorwiegend aus fossilen Brennstoffen wie Kohle Strom produzieren, greift die Schweiz auf seine vorteilhafte Topografie und die beträchtlichen durchschnittlichen Niederschlagsmengen zurück, die ideale Bedingungen für die Wasserkraftnutzung darstellen. Insgesamt verfügt die Wasserkraftnutzung der Schweiz über ein Marktvolumen von 2 Milliarden Franken und stellt daher einen wichtigen Zweig der Schweizer Energiewirtschaft dar. Auch die Unabhängigkeit von anderen Ländern lässt den Strompreis auf einem niedrigen Niveau verbleiben, da die Schweiz bisher stets genügend Strom im Inland erzeugen konnte. Internationale Engpässe und teure Importe berühren die Schweiz daher (noch) nicht. Welche Auswirkungen die Abschaltung der drei Kernkraftwerke, die ca. 40 Prozent des Stroms in der Schweiz produzieren, im Jahr 2020 und der allgemeine Anstieg des Energiebedarfs von 1-2 Prozent jährlich auf die Unabhängigkeit des Schweizer Energiemarktes hat, ist noch nicht absehbar.

Strompreise 2013

Für 2013 rechnet der Verband schweizerischer Elektrizitätsunternehmen (VSE) mit einem durchschnittlichen Strompreis von ca. 21 Rp./KWh für Haushaltskunden. Zum Vergleich: Der Haushaltsstrom in Deutschland soll 2013 aufgrund hoher Förderungskosten für erneuerbare Energien bei rund 34 Rp./KWh liegen. Damit beträgt die jährliche Stromrechnung in einem durchschnittlichen Schweizer Haushalt mit einem Verbrauch von 4500 KWh pro Jahr ca. 950 CHF, was aktuell rund 770 Euro entspricht.

Strompreise 2000-2012

Seit der Jahrtausendwende hatte die Schweiz relativ konstante Strompreise vorweisen. Durch die Teilliberalisierung des Strommarktes im Jahre 2009 sind die Preise für Strom jedoch um durchschnittlich 7 Prozent gestiegen. Höhere Transportkosten, die Umstellung des Strommarktes sowie die neu eingeführte Stromreserve waren dabei die Hauptursachen für den Preisanstieg. 2012 hat sich die Preislage am Markt dann verändert. Eine geringere Energienachfrage, Überschüsse an erneuerbaren Energien und die schlechte Wirtschaftslage in Europa haben die Strompreise in der Schweiz fallen lassen.

Wechselbereitschaft Schweizer Gro├čkunden

Die Wechselbereitschaft der Schweizer Großverbraucher lag 2009 nach der Teilliberalisierung des Strommarktes auf einem niedrigen Niveau. Gestiegene Preise ließen die Industriekunden die regulierten Strompreise in den Gemeinden bevorzugen, so dass es zu nahezu keinen Stromanbieterwechseln kam. So lag die Wechselquote bei unter einem Prozent, wie der World Energy Retall Market Ranking Report 2010 gezeigt hat. Der Preisabfall im Jahr 2012 hat die Wechselbereitschaft der Kunden jedoch erhöht. Mehr und mehr Unternehmen nutzen einen Preisvergleich, um verschiedene Stromanbieter und Stromtarife miteinander zu vergleichen und so Strom über einen günstigeren Versorger beziehen zu können. Insbesondere Industriebetriebe, die in der Schweiz mit mehreren Standorten vertreten sind, nutzen den freien Markt, um über einen Stromanbieter-Preisvergleich oder eine eigene Ausschreibung ein günstiges Strompaket abschließen zu können.

Diese Entwicklung hatte sich am Markt bereits angedeutet. Während 82 Prozent der Stromanbieter 2011 von maximal 20 Prozent ihrer Kunden in den nächsten fünf Jahren einen Lieferantenwechsel erwarteten, nahmen die Stromabnehmer selbst eine Wechselwahrscheinlichkeit von 49 Prozent an, wie eine Studie von PwC ermittelte.

Die Konkurrenz der Stromanbieter ist auf dem Schweizer Markt dabei noch übersichtlich. Nur wenige Elektrizitätsunternehmen bieten ihren Strom in mehreren Regionen der Schweiz an. Dennoch kann ein Preisvergleich Kosten sparen lassen, da es sich bei den Betrieben um Großstromverbraucher handelt, die 100 MWh und mehr für den Betrieb ihrer Produktion benötigen.